Förderung von barrierefreiem Wohnraum

Das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) bietet für private Interessenten an barrierefreiem Sanieren zwei Programme an. Im Programm 155 geht es um einen Kredit, den man beantragen kann, im Programm 455 um einen Zuschuss. Für beide Varianten ist darüber hinaus immer eine Kombination mit anderen Fördermitteln möglich.

Förderungen durch den Staat: KfW-Förderprogramme

Programm 155 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ bietet dem Privatkunden, egal ob Eigentümer oder Mieter, die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, wenn er barrierefrei sanieren möchte. Ebenso wird der Kauf von barrierefreiem Wohneigentum unterstützt. Dabei umfasst das Darlehen 100% der Fördermöglichkeiten mit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Günstige Konditionen beim Kreditabschluss

Die KfW bietet dafür Top-Konditionen: Der Zinssatz liegt aktuell bei ab 1,81 % effektiv pro Jahr, die Laufzeit beträgt bis zu 30 Jahre. Dabei wird eine Zinsbindung von 10 Jahren angeboten, die im Anschluss in Absprache mit der Bank verlängert werden kann. Oder der Interessent wählt ein endfälliges Darlehen mit bis zu 8 Jahren Laufzeit. Bei beiden Varianten besteht natürlich immer die Möglichkeit der außerplanmäßigen Tilgung, um die Laufzeit zu verkürzen. Die genauen Konditionen kann der Interessent bei der Bank oder direkt bei der KfW erfahren. Hier kann auch per Tilgungsrechner die persönliche Belastung in den bestimmten Laufzeiten ermittelt werden.

Förderung geradezu aller barrierefreien Maßnahmen

Gefördert wird jede Maßnahme, die den barrierereduzierenden Umbau von Immobilien betrifft, egal, welches Alter der Kreditnehmende hat. Dazu gehören Erschließungssysteme wie Treppenanlagen und Rampen genauso wie Umbauten in der Wohnung (Anpassung der Raumgeometrie, der Bedienelemente und Ähnliches) oder die Modifizierung der Sanitärräume. Ebenso wird der Erwerb einer frisch modernisierten barrierefreien Wohnung gefördert. Ausgeschlossen bei Kreditabschluss ist dagegen die Umschuldung bestehender Darlehen, die Nachfinanzierung begonnener oder gar abgeschlossener Vorhaben und Maßnahmen, die Ferien- und Wochenendhäuser oder gewerbliche Flächen betreffen.

Technische Mindestanforderungen als Förderungsgrundlage

Als Bestätigung der baulichen Tätigkeiten werden der Bank Rechnungen der beauftragten Fachunternehmen vorgelegt. Dabei müssen die von der KfW festgelegten “Technischen Mindestanforderungen für altersgerechtes Umbauen” eingehalten werden. Diese Mindestanforderungen sind in Förderbausteine unterteilt, deren Vorlagen voll erfüllt werden müssen. Die Förderbausteine umfassen jeweils einen Sanierungskomplex, beispielsweise „Förderbaustein Treppenanlage“.

Alternativ: ein Zuschussungsprogramm

Auch das Programm 455 „Altersgerecht Umbauen – Zuschuss“ fördert zum einen Bauunternehmen, die Barrierefreiheit ermöglichen sollen, aber auch den Kauf einer barrierefrei sanierten Immobilie. Als Alternative zum Kredit im Rahmen des Programms 155 wird der Zuschuss direkt aufs Konto gezahlt und die lästige Kredittilgung entfällt. Im Grunde gelten hier dieselben Bestimmungen wie für den Kredit. Nur erhält der Kunde – anders als bei einem Darlehen – bei einem Zuschuss aktuell 5 % der förderfähigen Kosten von der KfW zurück, wenn er mindestens 6.000 Euro in den barrierereduzierenden Umbau einer Wohnung investiert. Der Höchstbetrag des Zuschusses liegt bei 2.500 Euro (5 % von max 50 €)

Quelle: www.kfw.de

Neben dem Programm der KfW bieten auch einzelne Bundesländer Unterstützungen an wie z.B. mit eigenen Darlehensprogrammen oder gezielter Förderungen. Die Förderungsprogramme nach Bundesländern finden Sie unter barrierefrei.de